Thailand/Laos/Vietnam/Thailand 04/05

Einiges, was Jörg Lorenz und Rüdiger Beck bei der jüngsten Asienreise erlebten (insgesamt 8 Wochen), stammt aus der Abteilung "grenzwertig". So beispielsweise die Schmugglerbar irgendwo im Nirgendwo zwischen Laos und Vietnam, in die es uns mit einem gewissen Herrn Spak verschlagen hatte. Wie obigem Bild unschwer zu entnehmen ist, hat Konni die Location in vollen Zügen genossen .... aber der Reihe nach:

Nach relativ unspektakulärer Anreise - mal von dem furzenden Assi, der hinter Jörg Lorenz im TUI-Bomber saß - landete der vorerst Alleinreisende nach gut 12 Stunden wohlbehalten in Bangkok ....

... um sofort ins nächste Flugzeug Richtung Phuket einzusteigen.

Dort wurde es Jörg Lorenz (Roy) allerdings alsbald viel zu kitschig und er brauchte dringend einen Tapetenwechsel - wobei der Shark in Red-Curry bei Mama im dritten Restaurant links vom Fußball-Stadion (Karon-Beach) der beste der Reise war.

So verschlug es ihn eher zufällig auf die Insel seiner Träume ...

Noch Fragen?!

Da hat er da richtig lustige und nette Leute kennengelernt ...

... und den Blues Stopp von Noi (im Bild). Die Attraktion von Lamai schlechthin. Er malt nicht nur fantastische Bilder von Jimmy Hendrix und Kollegen, er spielt auch selbst eine hervorragende Bluesgitarre. Außerdem kennt er Rose - die wohl atemberaubendste Bass-Spielerin, die Thailand je gesehen hat. Und auch in Deutschland kennt sich Noi hervorragend aus - so war er bereits auf "King-Ludwig-Island".

Schweren Herzens musste Jörg Lorenz dann Kho Samui tränenreich schon wieder verlassen. Rechts zu sehen die Abflug-Wartehalle, die den Abschied auch nicht gerade leichter gemacht hat ...

In Bangkok traf Jörg Lorenz dann diesen Herrn - nachfolgend Rüdiger Beck oder Konni genannt. Nach ewiger Warterei seitens Jörg Lorenz tauchte er in Bangkok am Flughafen auf - natürlich ohne Gepäck. Dieses hatte Air France (auf die Fluglinie war Rüdiger Beck eine Zeit lang gar nicht gut zu sprechen) freundlicherweise erst mal in Paris behalten, weil der Flieger aus München (ebenfalls Air France) viel zu spät in Paris gelandet war. Immerhin war Air France so freundlich, Konni einen Batzen Geld zur Entschädigung zu geben, damit er sich ein paar Klamotten kaufen kann. Das Geld hat er natürlich hemmungslos versoffen ... Und siehe da, einen Tag später kam dann auch noch das Gepäck.

Impressionen aus dem dezent kleinen Bangkok: Die Aufnahme stammt vom höchsten Hochhaus Bangkoks - in dem die Reisenden kurzzeitig auch von der Adventszeit eingeholt wurden:

Selbst in der kleinsten Gasse Bangkoks ....

... gab es zu unserer großen Freude das allseits beliebte Singha-Bier

Natürlich waren wir auch auf dem berühmten Weekend-Market, auf dem es einfach alles zu Kaufen gibt (außer Reiseaschenbechern): Dafür aber Hasen ...

... Hunde ....

... und sogar deutsche Wertarbeit!

Endlich wurde es ein wenig grenzwertig: Am 20. Dezember (abends) ging es mit dem Nachtzug nach Nong Khai (die Grenze zwischen Thailand und Laos). Natürlich durften die Getränke für unterwegs nicht fehlen ...

Roman hatte uns jedenfalls sofort in Herz geschlossen und uns gedroht, dass er sehr traurig wäre, wenn wir nicht den ein oder anderen Whiskey mit ihm trinken würden. So haben wir ihm diesen Wunsch halt schweren Herzens erfüllt ..... Ganz nebenbei hat uns Roman dann auch noch erzählt, dass Deutschland gegen Südkorea 1:3 verloren hatte - blankes Entsetzen machte sich kurzzeitig breit.

Im Zug lernten wir dann Roman kennen. Seines Zeichens Slowake, der mal Profiringer war - erst in der Slowakei, dann in Nürnberg. Mittlerweile ist er stolzer Besitzer eines Dönerstandes in Pattaya. Roman war eigentlich nicht zum Spaß auf dem Weg nach Laos. Er musste viel mehr einmal kurz über die Grenze und zurück hoppeln, um ein neues Visum für Thailand zu bekommen.

In Nang Khai (Grenze zu Laos) lernten wir dann beim Frühstück "Black Sugar" kennen - Fußball-Trainer einer Army-Mannschaft in Singapore. Warum er vor dem Lokal noch Rosen einpflanzte, haben wir vergessen. Jedenfalls brachten uns Black Sugar und der freundliche Restaurant-Besitzer kostenlos zur Grenze. Worüber Konni sich sehr freute. Jörg Lorenz nicht. Er wäre lieber an Ort und Stelle tot umgefallen. Im Zug war Jörg Lorenz krank geworden (saukalt) und hatte beim Frühstück noch dazu eine Suppe gegessen. Beim Verzehr selbiger biss er herzhaft auf ein riesiges Stück Ingwer. Statt es auszuspucken, versuchte der Vollgashirsch es aufzuessen. Ein mehrstündiger Brechreiz war die Folge ....

.... ein Bild des Jammers.

Die Grenze nach Laos .... (fällt mir nix spannendes zu ein)

Ein höchst erhebendes Gefühl war dagegen das Geldwechseln in Vientiane: Von einer Minute auf die andere waren wir Millionäre ....

Wer dieser freundliche Herr ist, der in Vientiane in der Gegend rumsteht, hat sich ob unseres Hangs zur Kulturbanauserei leider bis heute nicht erschlossen. Aber schön bunt ist er auf alle Fälle!

So haben wir es uns nach dem kurzen Stadtrundgang dann erst einmal am Mekong bequem gemacht und warteten auf den Sonnenuntergang ...

... der uns dann auch eine gewaltige Kitschattacke bescherte..

Am Abend haben wir dann endlich wieder was richtig schön Geschmackloses gefunden ...

Ach ja, dieses laotische Genussmittel bedarf natürlich einer besonderen Erwähnung. Rüdiger Beck und Jörg Lorenz waren sich einig: das Gebräu "Beerlao" ist das beste Bier Südostasiens. In Nordwestasien waren wir noch nicht, können uns aber nur schwerlich vorstellen, dass es dort etwas vergleichbar gutes gibt.

Am nächsten Tag gab's mal wieder einen kitschigen Sonnenuntergang am Mekong.. Weil wir so viel Kitschigkeit nicht länger ertragen konnten, wurde sofort die Weiterreise klargemacht.

Die Qual nahm allerdings kein Ende: In Takhek, wo merkwürdigerweise kein einziger Traveller außer uns ausgestiegen ist, kamen wir vom Regen in die Traufe.

Da blieb nur noch die Flucht ins Hinterland

In den dortigen Höhlen trafen wir auf stinkreiche Buddhas.

Und dolle Tropfsteine! Rechts unten ist übrigens unser freundlicher Guide, der uns auf einem motrisierten Dreirad über holprigen Staubpisten ins Hinterland gebracht hatte - Name ist mir leider entfallen.

"10 Dollar? Bist du noch ganz sauber?" - "Du zahlen oder Du bleiben in Prärie sitzen!!!" Irgend so etwas oder was ganz was anderes müssen Rüdiger Beck und unser Tuc Tuc-Fahrere besprochen haben - die Französischkenntnisse des Verfassers sind leider nicht die besten.

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Jedenfalls haben wir bei dem Ausflug mal richtig Land und Leute kennengelernt: Z.B. diese nette Dame und ihren Straßenladen. Das, was da so grau und wenig motiviert an dem Seil hängt, ist übrigens ein frisch erlegtes laotisches Eichhörnchen (oder so was ähnliches). Soll angeblich ganz prima schmecken. Wir europäischen Primitivlinge haben uns aber nicht probieren getraut ...

... wofür auch dieser junge Brückenwächter überhaupt kein Verständnis zeigte.

Immerhin: den Nachwuchs durften wir noch fotografieren.

Dann ging's mal wieder in eine Höhle. Glücklicherweise hatten wir bereits ein paar Pfunde abgespeckt. Sonst wäre uns dieser Zugang zur Tropfsteinhöhle womöglich zum Verhängnis geworden ...

"Sabeidi", zu deutsch "servus", sagten uns diese wohl erzogenen Kinder. Völlig missachtet wurden wir dagegen von der Sau im Bildhintergrund, was sich beim Abendessen rächen sollte ....

Da gab es neben dem allseits bekannten kitschigen Blick über den Mekong ....

.... lecker Schweinefleisch mit Curry. Und plötzlich fiel es uns ein: Es war unser Heiligabend-Mahl. Und wir hätten ihn fast vergessen. Keine Goldrauschengel, kein nervtötendes Weihnachtsgedudel, keine Lebkuchenattacken. Takhek ist ein schöner Ort um Weihnachten (nicht) zu feiern! Und fast wären wir schon wieder früh ins Bett gegangen, weil um 22 Uhr in Laos sämtliche Bürgersteige hochgeklappt werden. Aber aus weiter Ferne hörten wir Musik wummern. Nix wie hin! Nach einer halben Stunde Fußmarsch fanden wir uns dann auf einer Transen-Geburtstags-Party wieder. Wir wurden freudig begrüßt und eingeladen. Haben aber dankend abgelehnt. Warum eigentlich?! Da waren sie wieder, die Primitvlinge aus Europa. Doch der Abend sollte noch nicht zuende gegangen sein ....

Zu unserer großen Überraschung landeten wir auf dem Rückweg in einer noch offenen Bar. Dort saß dieser freundliche Herr (im Bild links am nächsten Tag am Busbahnhof mit Jörg Lorenz). Gemeinsam mit dem örtlichen Polizeichef stellte er sich dort das ein oder andere Bierchen rein. Als er feststellte, dass wir deutsch sprechen, flippte er schier aus. Wir seien die ersten Deutschen überhaupt, denen er in Takhek begegnet sei, erzählte er uns in fließendem deutsch und schmiss eine Runde Bier nach der anderen. Wie sich herausstellte, hat er 10 bis 15 Jahre in Frankfurt Elektriker "studiert". Zurück in Laos baut er jetzt Überland-Leitungen und zählt neben dem Polizeichef zu den mächtigsten Männer im Ort. Und prompt bekamen wir dann gleich auch noch eine Einladung zum Frühstück.

Nach dem Frühstück mit dem Elektromeister (Jörg Lorenz wollte keine Suppe und hat lieber angebrannten Toast mit Marmelade gegessen) ging es dann im gemütlich geräumigen Bus in albernen 7 Std. Fahrzeit in das idyllische Städchen Pakse.

Und wie sich auf der Fahrt herausstellte, ist Laos, was die öffentlichen Verkehrsmittel betrifft, keinen Deut besser als Kambodscha. Auch hier verrecken die Busse reihenweise. Gott lob war's nicht er unserige, der da bereits seit Stunden vor sich hinmoderte. Die Schadenfreude (letztes Jahr hatte es ja uns in Kambodscha erwischt) währte jedoch nicht lange. Die Gestrandeten wurden kurzerhand in unseren Bus gesteckt. Und es wurde noch geräumiger ...

Die neuen Fahrgäste waren natürlich ganz schön hungrig. Und so wurde im nächsten Ort ersteinmal ordentlich Brotzeit gemacht. Dem Schmatzen nach zu urteilen haben ihnen die gebratenen Feldratten am Stock hervorragend gemundet ... zu den europäischen Primitivlingen sag' ich jetzt mal nix. Nur soviel, dass sie hungrig geblieben sind.

Mal was ganz was anderes: Ein Sonnenaufgang über Pakse. Am Abend zuvor hatten wir noch ordentlich den Reiseführer verflucht. Der großmundig darin angekündigte Biergarten auf dem Dach des teuren Hotels in dem wir nächtigten (30$) gab es schlichtweg nicht. Vielen dank auch! Da der Ort auch sonst nicht viel zu bieten hat - mal abgesehen von den Jugendlichen, die sich beim Wetttrinken einen Pitcher Bier auf Ex genehmigen und danach mit Anlauf in Rabatte reiern - beschlossen wir die sofortige Weiterfahrt.

Da wir vom Busfahren ersteinmal die Schnauze voll hatten, beschlosen wir für die Weiterfahrt gen Süden das Reisemittel zu wechseln

Die zweieinhalbstündige Wartezeit - der Kahn fährt erst los, wenn er voll ist - verbrachten wir unter anderem damit, beim Schweineausladen zuzuschauen.

Dann ging's endlich los ...

... und es durfte bei der Fahrt auf dem Mekong ordentlich gechillt werden ...

Auch der Skipper hinterließ nicht unbedingt einen gestressten Eindruck.

Warum sollte er auch ...

Fortsetzung folgt! Unter anderem mit der Delfin-Insel auf dem Mekong im Grenzgebiet zu Kambodscha, an der Douglas Adams mit Sicherheit seine größte Freude gehabt hätte ...

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