So schaut sie aus, die gnadenlose Höhle der Schafkopf-Krieger. Echte Männer (und Frauen), die es mehr als nur ernst meinen. Jeder gespielte Unter, jeder Ober, jede Sau und auch das übrige Blatt sind fest in das Hirn eines (fast) jeden Spielers einzementiert. Wehe, wehe, wenn du da einen Fehler machst!!! Der Sessionkreis hat es dennoch gewagt, beim Vorentscheid des Hacker-Pschorr-Schafkopf-Turniers die Profis herauszufordern..

15 Minuten vor Turnierbeginn galt es, sich ersteinmal mit den Regeln des Spiels vertraut zu machen. Hatte man diese bisweilen bei den verschiedenen privaten Plauderstündchen mit Kartenspielbeteiligung doch nicht allzu ernst genommen. So war die Verwirrung groß, als so merkwürdige Begriffe wie "Spiel auf die 10" oder, wenn keiner spielen möchte, "der Eichelober spielt", auftauchten.... Während Flappy und Maxi (neuerdings auch Mad Max genannt) etwas aufgeregt das Regelwerk studierten, kaute Rüdiger Muser cool und konzentriert auf seinen Wiener Würsteln - ein Zeichen?

Auf die geneigten Teilnehmer warteten attraktive Sachpreise: Fernseher, ein Fahrrad, Hacker Pschorr-Salami und jede Menge anderer netter Krempel.

Während andere Mitglieder des Sessionkreises an den Tischen um ihr Leben kämpften, strahlte Rüdiger Muser eine fast schon unverschämte Gelassenheit aus. Der Saal kochte, an den schätzungsweise 200 Tischen jagte ein Solo das andere. Doch das war Rüdiger Muser offenbar völlig egal. Mit stoischer Ruhe gewann er ein Sau-Spiel nach dem anderen. In Runde eins ging er als Sieger vom Tisch, in Runde zwei als hervorragender Zweiter. Eines kam dem bekennenden Bayern-Fan dabei zugute: die kontrollierte Defensive. Auch mit einem sauguten Blatt mauerte er, was das Zeug hielt, und schlug im entscheidenden Moment eiskalt zu.

Flappy spielte ein gutes Turnier, hatte jedoch das Pech, am Tisch besonders gut spielender Schafkopfdamen mitspielen zu müssen .... näheres will er demnächst selbst berichten ...

Gleiches gilt für Mad Max Maxi, der sogar so mutig war, die Punkte aller seiner Mitspieler zusammenzuzählen.

Nicht ganz so erfreulich lief es für Jörg Lorenz, der mehr als froh war, als die 60 Spiele vorüber waren und er den Hacker-Pschorr-Keller (der bekanntlich keiner ist) wieder unbeschadet verlassen durfte ...

Sieger auf ganzer Linie: mit satten 15 Plus-Punkten hat Rüdiger Muser gezeigt, was sein über Jahre hinweg gepflegter Spielstil wert ist - wir freuen uns auf das Finale!!!